Toner richtig lagern: wie, wo, wie lange?

Wie müssen Toner gelagert werden, um funktionsfähig und jeder Zeit einsetzbar zu bleiben? Diese Frage stellen uns viele Anwender, die gern auf Vorrat kaufen, um bei Bedarf jeder Zeit eine neue Kartusche zur Hand zu haben.

Oft können so besonders günstige Angebote genutzt und Kosten eingespart werden. Häufig sind es aber auch Büros, kleinere und größere Unternehmen, die wissen möchten, was bei der Lagerung von Tonern zu beachten ist. Bei einer Flotte von mehreren Lasergeräten müssen sie schließlich immer wieder Toner-Kartuschen austauschen, um die reibungslosen Abläufe im Betrieb zu sichern! Dass hier gern in größerem Umfang bestellt wird, ist nachvollziehbar. Die häufigsten Fragen zur Toner-Lagerung haben wir deshalb für Sie zusammengestellt und beantwortet: 

Hat Toner ein Mindesthaltbarkeitsdatum?

Ein Haltbarkeitsdatum ist bei Tonerkartuschen selten angegeben. Das liegt vor allem daran, dass Tonerpulver – im Gegensatz zu Verbrauchsgütern wie Lebensmitteln – keine biologischen Inhaltsstoffe enthält, die mit der Zeit verderben können. Wie lange Toner verwendbar ist, hängt also in erster Linie von der Art der Lagerung ab.

Auf den meisten Kartuschen ist ein Herstellungsdatum aufgedruckt, an dem sich Nutzer orientieren können. Bei HP zum Beispiel ist diese Kennzahl ein Zahlencode, der rückwärts gelesen das genaue Datum der Herstellung ergibt.

Wie lange ist Toner haltbar?

Eine absolute Zahl gibt es nicht – nur eine theoretische Haltbarkeitsgrenze, die in etwa dem Garantiezeitraum entspricht. Bei sachgemäßer Lagerung kann diese Angabe um Jahre überschritten werden: Selbst nach 10 Jahren können Toner unter Umständen noch komplett einsatzfähig sein! Vorsicht ist allerdings geboten, wenn es sich beim Toner um Fälschungen handelt, deren Zusammensetzung unklar ist. Auch unverpackte Toner oder Kartuschen, deren Originalverpackung beschädigt wurde, können unter Umständen in ihrer Haltbarkeit beeinträchtigt sein.

Kann ich Toner noch verwenden, wenn die Garantie abgelaufen ist?

Toner von Markenherstellern, aber auch recycelte Toner werden oft mit einer Garantie von mindestens 2 Jahren geliefert. Hochwertige Alternativ-Toner wie die von Prindo haben sogar eine Garantiezeit von 3 Jahren. Allerdings ist es in der Regel kein Problem, die Kartuschen auch nach Ablauf dieser Zeit zu verwenden – vorausgesetzt, sie wurden fachgerecht und in ihrer Original-Verpackung aufbewahrt.

Geht ein Toner irgendwann kaputt?

Die luftdichte Verpackung der Toner sorgt grundsätzlich für den größtmöglichen Schutz aller zeitkritischen Bestandteile; eine Kartusche kann allenfalls bei falscher Lagerung unbrauchbar werden. Das Tonerpulver selbst ist sehr widerstandsfähig: Es besteht aus Farbpigmenten, Harzpartikeln, Kohlenstoff, Metalloxiden und Trennmittel wie Siliziumoxid und kann im Gegensatz zu Tinte auch nicht eintrocknen.

Lediglich die Kunststoff-Teile können irgendwann spröde und brüchig werden. Das Gummi, das in manchen Partien verarbeitet ist, altert mit der Zeit und sorgt dann für Streifen und Schlieren im Druckprozess. Bis es soweit ist, müssen allerdings schon mehr als 2, 3 Jahre vergehen!

Wo und wie muss ich Toner lagern?

Besonders wichtig bei der Lagerung von Toner sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht sowie die richtige Lage der Kartuschen:

  • Die Temperatur
  • Für die Lagerung wird eine Temperatur empfohlen, die nicht über 35°C und nicht unter 10°C liegt. Bei zu hohen Temperaturen besteht die Gefahr, dass das Tonerpulver zu klumpen beginnt und damit unbrauchbar wird! Vermeiden Sie unbedingt auch starke Temperaturschwankungen: Es könnten sich unter Umständen winzige Tröpfchen in der Kartusche bilden, die das Pulver befeuchten und seine Funktionsfähigkeit mindern.
  • Die Luftfeuchtigkeit
    Zwischen 30 und 80% Luftfeuchtigkeit empfehlen Hersteller von Tonern für den Lagerraum, ideal sind 40 bis 50%. Eine gute Belüftung und ausreichende Luftzirkulation tragen zusätzlich dazu bei, die Bildung von Schimmel und Kondenswasser zu vermeiden. Hier ist natürlich zu beachten, dass sich die Angaben in erster Linie auf die Lagerung der unverpackten Kartuschen beziehen – die luftdichte Verpackung von Tonern schützt sie im Regelfall vor dem Einfluss von Luftfeuchtigkeit in der Umgebung.
  • Das Licht
    Meiden Sie bei der Lagerung direkte Sonneneinstrahlung und Lichtquellen mit intensiver Strahlung! Beides kann einer Toner-Kartusche schaden: Die schwarze Oberfläche vieler Toner ist sehr wärmeanfällig und heizt sich schnell auf. Besonders die Harzpartikel im Tonerpulver und die empfindliche Fotoleiter reagieren sensibel auf zu starken und andauernden Lichteinfall.
  • Die Lage
    Ein Toner sollte niemals senkrecht, sondern immer in waagerechter Position gelagert werden – genau so, wie Sie ihn auch später in den Laserdrucker einsetzen. Sollte eine Kartusche vor dem Einsetzen in den Drucker doch einmal hochkant gelagert worden sein, so reicht ein sanftes Schütteln oft aus, um die Tonerpartikel wieder gleichmäßig und locker im Toner zu verteilen.

Gibt es bei der Lagerung Unterschiede zwischen Rebuilt Toner und Original Toner?

Nicht, wenn man auf seriöse Hersteller von Rebuilt Tonern wie zum Beispiel Prindo setzt: Hier sind die Bestandteile und damit die Anforderungen an die Lagerungsbedingungen nahezu identisch. Vertrauenswürdige Anbieter alternativer Toner achten zudem darauf, dass alle Kartuschen ebenso luftdicht und lichtgeschützt verpackt sind wie die Originale. So schaffen sie beste Bedingungen für eine korrekte Lagerung und lange Verwendbarkeit der Produkte. 

Was passiert, wenn ich die Verpackungsfolie schon aufgerissen habe, den Toner aber nicht sofort verwende?

Legen Sie die Kartusche am besten wieder waagerecht in die Verpackung zurück und lagern Sie sie unseren Angaben entsprechend genauso wie die noch verpackte Ware. Solange Luftfeuchtigkeit und Temperatur stimmen, sollte die Qualität des Tonerpulvers keinen Schaden nehmen.

Ist es gesundheitsschädlich, wenn ich viele Kartuschen bei mir lagere?

Solange Toner in der Original-Verpackung lagert, besteht keinerlei Gefahr, egal, wie viele Toner Sie vorrätig haben. Aber auch offener Toner ist erst in großen Mengen schädlich für die Gesundheit: Wichtig ist, dass Räume mit Laserdruckern ausreichend belüftet werden und die Öffnungen am Drucker möglichst geschlossen bleiben, um die Abgabe von Tonerstaub in die Luft gering zu halten. In jedem Fall wird das Thema Tonerstaub erst wirklich relevant, wenn der Toner ausgepackt und im Lasergerät eingesetzt wird!