Noch bis vor wenigen Jahren fanden sich Farblaserdrucker beinahe ausschließlich im Geschäftsbereich. Für Privatpersonen erschienen die Investitionen einfach zu hoch. Doch die Situation hat sich geändert und Farblaserdrucker sind auch im privaten Bereich zu einer ernst zu nehmenden Alternative zum Tintenstrahldrucker geworden. Höhere Anschaffungskosten müssen zwar nach wie vor in Kauf genommen werden. Dafür erwarten die Nutzer des Laserdruckers aber auch viele Vorteile.

Was ist ein Farblaserdrucker?

Farblaserdrucker ermöglichen Ausdrucke auf Folie und Papier. Dies geschieht durch ein elektrofotografisches Prinzip. Ein Laserdrucker wird zur Kategorie der Seitendrucker gezählt, da die gesamte Seite in einem Durchlauf belichtet und gedruckt wird.

Im Gegensatz zum Tintenstrahldrucker gehören eingetrocknete Tintenpatronen mit einem Farblaserdrucker der Vergangenheit an. Eine hohe Druckgeschwindigkeit und beste Druckergebnisse bei vergleichsweise geringen Druckkosten sind nur einige Vorteile dieser Geräte.

Wie funktioniert ein Farblaserdrucker?

Wird der Druckbefehl gegeben, bauen sich die zu druckenden Seiten zunächst auf. Dies geschieht abhängig vom jeweiligen Drucker im Druckerspeicher oder im Computer. Im Drucker befindet sich eine lichtempfindlich reagierende Bildtrommel. Dieses Bauteil wird von einem Laserstrahl belichtet.

Die belichteten Stellen werden mit Toner bedeckt und die Farbe auf das Papier übertragen. Hitze und Druck fixieren den Toner auf dem Papier. Beim Farblaserdrucker passiert dieser Vorgang viermal nacheinander, denn im Laserdrucker sind vier unterschiedliche Tonerkartuschen verbaut.

Dabei werden folgende Farben einzeln bedient:

  • Schwarz
  • Magenta
  • Gelb
  • Cyan

Der Toner gelangt durch zwei verschiedene Methoden aufs Papier

Single-Pass-Drucker mit vier Bildtrommeln

Diese Geräte sind mit vier Belichtungseinheiten ausgestattet. Die Funktionsweise ähnelt großen, professionellen Druckmaschinen. Die Bildtrommeln können übereinander oder hintereinander angeordnet sein. Die Druckfarben werden von den Bildtrommeln nacheinander übertragen und abschließend fixiert.

Drucker mit einer Bildtrommel

Bei günstigen Laserdruckern wird sich meist nur eine Bildtrommel im Gehäuse finden lassen. Die einzelnen Druckfarben müssen nacheinander auf die Bildtrommel übertragen werden. Erst wenn alle beteiligten Farben am Transferband haften, werden sie aufs Papier gebracht.

Für welche Anwendungen wird ein Farblaserdrucker empfohlen?

Wer nur gelegentlich einige Seiten Text, eine Grafik oder ein Foto ausdruckt, wird diese Aufgaben von einem preisgünstigen Tintenstrahldrucker vermutlich zur Zufriedenheit erledigen lassen können. Wird dagegen häufig und auch in größeren Stückzahlen gedruckt, stoßen günstige Drucker schnell an ihre Grenzen.

In folgenden Situationen rentiert sich ein Farblaserdrucker:

Sie möchten 100 Einladungskarten ausdrucken oder Freunde und Bekannte mit den Fotos vom Geburtstag des Nachwuchses beglücken? Auch wenn es darum geht, für den Job Broschüren und Präsentationen vorzubereiten, können Farblaserdrucker überzeugen. Die Druckkosten sind dann, hochgerechnet auf den Tintenstrahldrucker, sogar günstiger und schon nach 2.000 Ausdrucken hat sich der Kauf eines Farblaserdruckers amortisiert.

Der Farblaserdrucker macht sich nicht nur bezahlt, wenn große Stückzahlen gedruckt werden. Werden Auszüge nur selten benötigt, würde theoretisch ein Tintenstrahldrucker ausreichen. Doch häufig stellen Nutzer fest, dass bereits nach wenigen Wochen des Stillstandes kein vernünftiger Ausdruck mehr möglich ist, da sich die Druckkopfdüsen verstopft haben und die Patronen eingetrocknet sind. Wird ein Test gedruckt, erscheinen Streifen und Schlieren auf dem Papier.

Somit sind Farblaserdrucker auch für Menschen die nur wenig drucken eine Option. Die Druckqualität leidet nicht unter dem Stillstand. Die Farbe kann aufgrund der speziellen Drucktechnik nicht eintrocknen.

Die Vor- und Nachteile des Farblaserdruckers

Vorteile:

  • sehr gute Druckqualität
  • geringe Druckkosten
  • brillante Farbdrucke
  • kein spezielles Papier notwendig
  • hohe Druckgeschwindigkeit
  • zuverlässig auch bei längerem Stillstand
  • lange Haltbarkeit der Ausdrucke

Nachteile:

  • teuer in der Anschaffung
  • Qualitätseinbußen beim Fotodruck
  • hoher Geräuschpegel
  • hoher Stromverbrauch

Farbdrucke sind mit einem Laserdrucker vergleichsweise günstig. Fünf Seiten lassen sich für weniger als einen Euro drucken. Wer einen Tintenstrahldrucker besitzt, wird sich teures Spezialpapier zulegen müssen, um mit den Druckergebnissen zufrieden zu sein.

Für einen Ausdruck benötigt der Farblaserdrucker etwa ein Viertel der für einen Tintenstrahldrucker veranschlagten Zeit. Wer häufig druckt, erlangt dadurch einen deutlichen Vorteil.

Die Ausdrucke eines Tintenstrahldruckers verblassen nach kurzer Zeit. Die Druckergebnisse des Laserdruckers widerstehen Licht und Feuchtigkeit und halten damit deutlich länger. Beim Fotodruck wird deutlich, dass lediglich mit vier Farben gearbeitet wird. Tintenstrahldruckern stehen bis zu sechs Farben zur Verfügung.

Durch das Rastern des Druckbildes setzt sich ein Farbpunkt aus verschiedenen kleinen Punkten zusammen. Dies bleibt vom Betrachter nicht unbemerkt und Abstriche in Kontrast und Detailtreue müssen hingenommen werden.

Worauf ist beim Kauf eines Farblaserdruckers zu achten?

Bevor die Kaufentscheidung fällt, sollten einige wichtige Faktoren ins Auge gefasst werden. Dadurch lassen sich die einzelnen Modelle besser bewerten und miteinander vergleichen und letztlich ein passendes Gerät auswählen.

Diese Faktoren kommen in Betracht:

  • Druckauflösung
  • Stromverbrauch
  • Druckformate
  • Lautstärke
  • Zusatzfunktionen

Druckauflösung

In den Artikelbeschreibungen finden sich häufig Angaben zur Druckauflösung. Mit der Auflösung ist die Feinheit des Druckergebnisses gemeint. In der Regel reicht eine Druckauflösung von 600 x 600 Bildpunkten pro Zoll, kurz dpi vollkommen aus für einen hochwertigen Ausdruck.

Moderne Geräte der Firmen Canon, Brother oder Kyocera arbeiten mit einer Auflösung von 1.200 x 1.200 dpi. Damit lassen sich auch detailgetreue Grafiken in sehr guter Qualität ausdrucken.

Stromverbrauch

Wird der Drucker häufig gebraucht, ist nicht zuletzt der Energieverbrauch von Bedeutung. Die beschriebene Funktionsweise ist als energieintensiv einzustufen. Dies beginnt bereits bei der Inbetriebnahme des Gerätes. Werte von bis zu 1.000 Watt sind beim Einschalten keine Seltenheit. Die elektrostatische Trommelladung und die anschließende Fixierung des Toners sind energieintensive Prozesse.

Der Stromverbrauch kann aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet werden:

  • Verbrauch im Ruhestatus: Läuft das Gerät im Energiesparmodus, wird folglich die wenigste Energie verbraucht. Das Gerät ist zwar betriebsbereit, kühlt aber vollständig herunter. Erfolgt über WLAN ein neuer Druckbefehl, wird der Laserdrucker wieder auf Temperatur gebracht und startet die beschriebenen Funktionsabläufe.
  • Verbrauch im Standby-Modus: Der Standby-Modus zeigt die Bereitschaft des Druckers an. Es kann ohne nennenswerte Verzögerungen ein neuer Druckauftrag gestartet werden. Dies setzt voraus, dass der Laserdrucker auf Betriebstemperatur bleibt. Damit wird auch weiterhin Strom verbraucht, allerdings weit weniger als im Druckmodus.
  • Verbrauch im Druckmodus: Während des Druckvorgangs wird der maximale Energieverbrauch des Gerätes erreicht. Nach Erstellung des Ausdruckes geht der Farblaserdrucker in den Standby-Modus über.

Die Werte für die einzelnen Modi variieren zwischen den verschiedenen Modellen. Während die Zahlen im Druckmodus zwischen 300 und 500 Watt schwanken, liegt die Spanne im Bereitschaftsmodus zwischen zwei und 70 Watt deutlich auseinander. Der wenigste Strom wird im Energiesparmodus mit durchschnittlich ein bis zehn Watt verbraucht.

Druckformate

Meist sind Farblaserdrucker darauf ausgelegt, die Ausdrucke im DIN-A4-Format anzufertigen. Bei einigen Geräten lassen sich auch DIN-A3-Drucke durchführen. Wenn Sie Briefumschläge oder Einladungskarten beschriften wollen, lassen sich hierfür spezielle Vorrichtungen am Drucker anbringen.

Die meisten Farblaserdrucker besitzen eine auch bei anderen Druckertypen gebräuchliche Papierkassette. Dort wird das benötigte Papier als Stapel eingelegt. Damit kann der Drucker über eine längere Zeit betrieben werden, ohne dass Sie permanent Papier nachfüllen müssen. Professionelle Drucker für den Geschäftsbereich gehen noch einen Schritt weiter und verfügen über mehrere Kassetten, die getrennt voneinander bedient werden können.

Einige kleinere Drucker besitzen an ihrer Rückseite einen offenen Einzug. Dort ist ein eher geringer Blattvorrat verfügbar. Einige Modelle, die mit einer Papierkassette versehen sind, bedienen sich eines Multifunktionseinzugs. Dies erlaubt die Verwendung verschiedener Papierformate.

Lautstärke

Ein Farblaserdrucker ist nicht zu überhören. Dies kann unangenehm werden, wenn der Drucker in der Nähe des Schreibtisches aufgestellt und häufig bedient wird. Modelle ohne Betriebsgeräusche werden Sie vergeblich suchen. Die Geräuschkulisse lässt sich merklich reduzieren, wenn es dem Drucker gelingt, in möglichst kurzer Zeit vom Druckmodus in den Ruhestatus zu wechseln.

Canon Farblaserdrucker überzeugen im Test und schalten nach Druckerledigung innerhalb kurzer Zeit in den beinahe lautlosen Ruhestatus. Von Vorteil sind Drucker, die eine extra Taste für die Umschaltung der Druck-Modi integrieren.

Zusatzfunktionen

Einige Farblaserdrucker sind mit nützlichen Features ausgestattet, welche für eine Erhöhung des Bedienkomforts sorgen können und die Verwendungsmöglichkeiten des Gerätes erweitern.

  • Multifunktionsgeräte: Multifunktionsgeräte beschränken sich nicht auf den alleinigen Druckvorgang, sondern verfügen auch über einen Scanner. Der Scanner wiederum lässt sich auch als Fax oder Kopierer verwenden. Damit lässt sich die Anschaffung mehrerer Geräte einsparen. Der Scanner kann zur Digitalisierung von Schriftstücken und Fotos benutzt werden. Die Bedienung ist denkbar einfach. Das Dokument legen Sie auf den Flachbettscanner. Für die Bearbeitung der Scans ist eine entsprechende Software notwendig.
  • Einzelblatt-Einzug: Ein Einzelblatt-Einzug klingt nach einem geläufigen und weitverbreiteten Prinzip. Dennoch sind nicht alle Farblaserdrucker damit ausgerüstet. Das Papier wird hierfür nicht in die Kassette gelegt, sondern einzeln über einen separaten Einzug bedient. So können Sie auch unterschiedlich große und strukturierte Seiten zeitnah bedrucken.
  • Duplex-Druck: Häufig sollen Ausdrucke beidseitig angefertigt werden. Dies ist umständlich und aufwendig, wenn jedes ausgeworfene Blatt nochmals gedreht und eingesetzt werden muss. Beim Duplex-Druck wird der Ausdruck automatisch eingezogen und auch auf seiner Rückseite bedruckt.

Was kosten Farblaserdrucker?

Laserdrucker sind meist teurerer als Tintenstrahldrucker. Auch für den Toner müssen Kunden tiefer in die Tasche greifen als für die einfachen Tintenpatronen. Da sich aber mit einer Tonerkartusche wesentlich mehr Seiten drucken lassen, ist der Betrieb von Farblaserdruckern durchaus wirtschaftlich. Wer häufig und in großen Mengen druckt, wird mit einem Farblaserdrucker gut beraten sein.

Die Preise zwischen den einzelnen Herstellern und Modellen schwanken. Dabei gilt es zunächst zwischen preisgünstigen und preisintensiveren Geräten zu unterscheiden.

Preisgünstige Farblaserdrucker

Die preiswerten Modelle sind mit einem hostbasierten Drucksystem ausgerüstet. Diese sogenannten GDI-Drucker verfügen weder über einen eigenen Prozessor noch über einen internen Speicher. Die Elektronik übernimmt bei diesen Geräten der Computer. Für gelegentliche Druckaufträge können auch preiswerte Farblaserdrucker vollkommen ausreichen und in Preis und Leistung überzeugen.

Preis: 80 bis 200 Euro

Preisintensive Farblaserdrucker

Preisintensive Geräte arbeiten schneller und intelligenter. Die Funktion bleibt nicht auf den Druckvorgang an sich beschränkt. Der Drucker bereitet die Seiten auf und bedient sich dabei moderner Technik und verschiedener Programmiersprachen. Zu nennen wären beispielsweise Postscript von Adobe oder die von Hewlett-Packard genutzte Printer Command Language, kurz PCL.

Preis: 300 bis 2.000 Euro

Welche passenden Patronen und Toner gibt es für Farblaserdrucker?

Nach geraumer Zeit wird es notwendig, einige Verschleißteile am Farblaserdrucker auszutauschen.

Dazu zählen:

  • Toner
  • Bildtrommel
  • Transfer- und Fixiereinheit

Toner für Farblaserdrucker sind nicht billig. Die Einnahmen der Hersteller werden meist nicht über die eigentlichen Geräte, sondern über die verschiedenen Verbrauchsmaterialien generiert.

Bei günstigen Druckern kann es durchaus vorkommen, dass die Teile, die Sie nachkaufen müssen, den Kaufpreis des eigentlichen Gerätes übersteigen. Dann sollte anstatt über den Nachkauf von Bildtrommel oder Fixiereinheit über den Neukauf eines wirtschaftlicheren Druckers nachgedacht werden. Dies hängt natürlich auch immer damit zusammen, wie häufig Sie den Farblaserdrucker benötigen und ob er dem Hausgebrauch oder dem professionellen Gebrauch in der Firma dient.

Der Kauf von Tonern kann preislich attraktiver gestaltet werden, wenn Sie sich für ein kompatibles Produkt von einem Fremdhersteller entscheiden. Original-Toner können um bis zu 70 Prozent Mehrkosten verursachen. Bei den übrigen Verschleißteilen ist dies nicht möglich. Dieser werden nur im Original angeboten.

Muss im Farblaserdrucker spezielles Papier verwendet werden?

Spezielles Papier ist für den Betrieb von Farblaserdruckern nicht notwendig. Wichtig ist jedoch, nur ein Produkt zu verwenden, welches sich für den Betrieb von Laserdruckern eignet. Wird dies nicht beachtet, wäre der Ausdruck unbrauchbar, denn das bei Temperaturen von bis zu 200 Grad aufgebrannte Tonerpulver greift die Oberfläche des Papiers an. Auch der Drucker könnte Schaden nehmen, wenn ungeeignetes Papier eingelegt wird.

Wie hoch sind die Druckkosten?

Soll die Wirtschaftlichkeit eines Druckers bestimmt werden, müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden:

Anschaffungskosten + Kaufpreis + Folgekosten = Druckkosten

Ob ein Farblaserdrucker wirklich wirtschaftlich ist, entscheiden nicht zuletzt seine Nutzung und Auslastung. Damit sich diese Drucker rentieren, sollte eine Mindestanzahl von 1.500 Seiten gedruckt worden sein.

Die Druckkosten pro Seite sind überraschend gering. Eine Seite in Schwarz/Weiß kostet etwa drei Cent. Für eine Farbseite werden durchschnittlich zwölf Cent zugrunde gelegt. Pro Ausdruck werden für Farblaserdrucker maximal 20 Cent veranschlagt. Da beim Tintenstrahldrucker Spezialpapier notwendig wird, kostet ein Ausdruck bei diesen Modellen 60 Cent und mehr.

Wie wird ein Farblaserdrucker installiert?

Die Installation der Geräte ist dank moderner Technik eigentlich ein Kinderspiel und sollte nicht mehr als 20 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass alle nötigen Kabel, Treiber und Hilfsmittel vorhanden sind.

Zunächst werden alle Kabel angeschlossen. Anschließend werden Drucker und PC miteinander verbunden. Die Kompatibilität zwischen beiden Geräten wird durch ein Programm hergestellt, welches die Anbieter meist mitliefern. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich entsprechende Tools auch aus dem Internet herunterladen.

Ist der Farblaserdrucker an den Computer angeschlossen, beginnt dieser in der Regel selbstständig nach einem passenden Treiber zu suchen und diesen für die Installation zu nutzen. Ist der Drucker installiert, können Sie die gewünschten Feineinstellungen vornehmen. Diese lassen sich über die Druckersoftware einstellen. Dazu zählen die gewünschte Papiergröße oder Parameter bezüglich von Color und Druckqualität.

Was zeichnet einen guten Farblaserdrucker aus?

  • sauberer und scharfer Ausdruck
  • sehr gute Bildqualität
  • geringe Tonerkosten
  • geringe Druckkosten
  • umfangreiche Funktionen
  • ausreichende Konnektivität
  • einfache Bedienung
  • kompakte Größe